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Häufige Fragen (FAQ)

"Gut abgerichtet kann der Mensch der beste Freund des Hundes sein." (Unbekannt)

FAQ Hunde in der Schule (Schulhunde)

Hunde in der Schule – Begrifflichkeiten in Österreich

Man unterscheidet innerhalb der Schulhunde in Österreich zwischen Präsenzhunden (Klassenbegleithunden), Schulbesuchshunden und Therapiebegleithunden mit dem Einsatzort Schule. Die Unterschiede begründen sich in der Person die den Hund führt (also mit zur Schule bringt) und den Aufgaben des Hundes.

Was ist und tut ein Präsenzhund?

Ein Präsenzhund ist im Besitz des unterrichtenden Lehrers welcher wiederum in einem fixen Dienstverhältnis stehen muss. Beide verfügen über eine Aus- und Weiterbildung im Bereich der Tiergestützten Arbeit.

Die vorrangigen Aufgaben des Hundes sind die „Verbesserung des Klassenklimas“ und der „sozialen Kompetenzen“.

Was ist und tut ein Schulbesuchshund?

Ein Schulbesuchshund wird in der Regel von einer schulfremden Person geführt, die auch nicht unbedingt einen pädagogischen Hintergrund haben muss. Der Hund muss in diesem Fall allerdings die Prüfung zum Therapiebegleithund am Messerli Institut abgelegt haben.

Die Ziele können der sichere Umgang mit dem Hund, dessen Ausdrucksverhalten und Körpersprache, … sein.

Was ist und tut ein Therapiebegleithund in der Schule?

Diese Hunde gehören zu einem Psychologen oder Pädagogen und müssen ebenfalls die Prüfung zum Therapiebegleithund abgelegt haben. Sie werden für Einzel- und Gruppeninterventionen mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen eingesetzt.

Welche Ziele erfüllen Hunde in der Schule im Allgemeinen?

  • Reduktion von Stress

  • Reduktion von Ängsten

  • Förderung der Konzentration

  • Förderung der sozialen Kompetenz

  • Verbesserung des Klassenklimas

  • Reduktion des Aggressionspotentials

  • Steigerung des Selbstwertgefühls

Welche Überlegungen sind sinnvoll, bevor das Projekt Schulhund in Angriff genommen wird?

  • Warum möchte ich tiergestützt arbeiten? Was ist das konkrete Ziel des Einsatzes meines Hundes?

  • Was würde sein Einsatz konkret verändern? Was soll er tatsächlich tun?

  • Sollen die Ziele über einen kontinuierlichen oder einmaligen Einsatz erreicht werden?

  • Welche Fertigkeiten benötigt der Hund dazu?

  • Kann mein Hund das leisten?

Welche Hunde eignen sich als Schulhunde?

Grundsätzlich sollten nur Hunde in diesem Tätigkeitsfeld eingesetzt werden, die physisch wie psychisch imstande sind, den Anforderungen und Belastungen, die der Alltag als Schulhund mit sich bringt, standhalten zu können. Darüber hinaus ist der Schulhund in erster Linie auch ein Familienhund, der seine Bezugsperson im Alltag begleitet. Machen sie sich im Idealfall vor der Anschaffung des Hundes klar, welche Erwartungen sie an das Tier haben und ob sie eher einen neuen Familienhund aufnehmen, der sie gelegentlich auch zur Arbeit begleitet, oder ob sie eher auf der Suche nach einem Co-Trainer sind, der seine Stärken vor allem im schulischen Alltag zeigen und sie in weiterer Tiergestützter Arbeit unterstützen soll. Ein Schulhund sollte beispielsweise mit enormer Lautstärke, wuselnden Kindern, hallenden Gängen und dauernd schwankenden Stimmungslagen zurechtkommen. Darüber hinaus reicht es nicht, dass der Hund nur einen guten Grundgehorsam hat, sondern sollte auch vorab einen Public Access Test ablegen. Wir suchen nach Eigenschaften wie

  • absolut entspannt und Kinder liebend

  • bestens erzogen

  • nicht schreckhaft

  • ausgeglichenes Temperament

  • bettelt nicht und frisst nichts vom Boden

  • keinen Jagdtrieb falls er auch außerhalb des Klassenzimmers arbeitet

  • keine Aggression

  • keine Bereitschaft zur Ressourcenverteidigung

Quelle: ATN Schulhunde. Hunde im sozialen Einsatz (Dezember 2023)

Auswahl einer geeigneten Ausbildungsstätte?

Eine geeignete Ausbildungsstätte sollte wenn möglich die folgende Punkte abdecken:

  • idealerweise sollten sowohl die Ausbildner:innen als auch die Trainer:innen die Ausbildung zum tierschutzqualifizierten Hundetrainer sowie eine Ausbildung zum Therapiehundeführer absolviert haben

  • die Ausbildner:innen sollten über umfassende Kenntnisse im Bereich der gültigen Rechtslage für den Bereich der tiergestützten Arbeiten verfügen

  • seriöser Weise sollte, wenn man seinen Hund ausbilden lassen möchte, vor Beginn einer potenziellen Ausbildung der Eignungstest stehen, der sicherstellt, dass die Ausbildung Aussicht auf Erfolg hat

  • der Hund erlernt eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Vorbereitung darauf kann unmöglich nur ein oder zwei Wochenenden dauern.

  • die Ausbildung bezieht sich nicht nur auf die Fertigkeiten des Hundes, sondern auch auf das Zusammenspiel des Teams

  • die Ausbildung sollte individuell an die Bedürfnisse des Teams angepasst werden

  • ihnen werden sowohl theoretische und praktische Inhalte rund um den Umgang mit Kindern und Hunden, ebenso wie zur Gestaltung der Einheit, angeboten

  • nach Abschluss der Ausbildung gibt es weitere Fortbildungsangebote

  • sie werden nach Abschluss der Ausbildung nicht alleingelassen, sondern haben die Möglichkeit, jederzeit wieder Kontakt aufzunehmen, sich auszutauschen usw.

Quelle: ATN Schulhunde. Hunde im sozialen Einsatz (Dezember 2023)

Nützliche Links

Logo des Messerli Forschungsinstituts und Link zur Therapiebegleithunde Prüfung
Nützliche Downloads Schulhunde
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